Thementag 2022

Quartier als spiritueller Erfahrungsraum

Der moderne Städtebau kommt ohne Sakralbauten aus. Doch dort, wo sie zu finden sind, prägen sie ihr Umfeld. Prominente City-Kirchen ziehen sogar Millionen von Besuchern an, wenn auch außerhalb des Gottesdienstes.

Daran lässt sich ablesen, wie sehr Gebäude und Architektur von außen und von innen auf Passanten und Nachbarinnen wirken - im positiven wie im negativen Sinne.

Atmosphärischen Settings nämlich entkommt  der  Städtebau von heute keinesfalls. Laden seine Bauten und Plätze ein, sich zu versammeln und miteinander Zeit zu verbringen? Oder stigmatisieren sie ihrer Bewohner*innen, lassen sie verstummen und aneinander vorbei laufen?

Wenn nicht durch Kirchbauten, dann durch Konzepte können Kirche und Diakonie dazu beitragen, dass Wohnquartiere eine spirituelle Mitte erhalten. Dies war die Quintessenz eines Thementages, zu dem der SCS-Diakonie nach Berlin-Haselhorst in die Evangelische Weihnachtskirchengemeinde  eingeladen hatte (Juni 2022).

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SCSD Thementag 2022


 

Fachtag 2021

Die Kirche braucht Dich!

Der Appell kommt ambivalent daher, lässt sich als Werbung wie als Ansage verstehen. Junge Alte sind ist gut ausgebildet, berufserfahren und ehrenamtlich engagiert, nicht unbedingt in Gemeinden und Diakonie.

Doch sind sie aufgeschlossen gegenüber Kirche und Religion. Erwarten aber auf Augenhöhe angesprochen zu werden - und ein qualifiziertes Umfeld der Freiwilligenarbeit.

Anderseits bauen Hauptamtliche und Institution manche Hürden vor das Ehrenamt, etwa starre Altersgrenzen oder geringe Ausstattung. Interessierte mit niedrigem Bildungsstand fühlen sich geradezu abgelehnt.

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Fachtag 2019

Traum vom inklusiven Landleben

Menschen mit Behinderung müßten mittendrin und nicht nur dabei sein. Das erwartet Dr. Elke Mandel, Brandenburgs Landesbeauftragte, vom kommunalen Alltag wie von regionaler Planung.

Sie referierte am 29.10.2019 vor 70 Teilnehmern des Fachtages „Perspektiven zur Teilhabe und Inklusion in ländlichen Räumen“ in der Orangerie des Schlosses Oranienburg.

Wie schwer es dem Politikbetrieb falle, von Anfang an inklusiv zu denken, offenbart sich ihr an „Leerstellen“ - beispielsweise - im Abschlussbericht der Enquetekommission  „Zukunft der ländlichen Regionen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels“ (April 2019).

Stets müsse Teilhabe erst eingefordert werden, obschon sie wie ein Nervengeflecht alle Themenfelder durchdringe. Das Leben auf dem Lande sollte für Menschen mit Behinderungen ebenso attraktiv werden wie für jene Kreative, die es aus der Stadt wegzieht.

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Fachtag 2019


 

Fachtag 2018

Im Quartier wie im Betrieb

Lang sei der sozialpädagogische Weg von der Anstalt bis ins Quartier gewesen. Daran erinnerte Bert Renzenbrink, der Vorsitzende des Senior Consulting Service Diakonie, die 31 Teilnehmer*innen des SCSD-Fachtages „Teilhabe für alle“.

Sie diskutierten am 30. Oktober 2018 im Evangelischen Kirchenforum an der Parochialkirche Berlin-Mitte „Innovationen im Quartier“ und „Verantwortung im Sozialbetrieb“.

Noch vor 50 Jahren lebten allein im Westen Deutschlands 900.000 Menschen mit psychischer Behinderung „intramural“ in großen Einrichtungen. „Extramural“ gab es nur wenige Angebote. Erst als in den 80zigern der Wandel zur gemeindenahen Versorgung einsetzte, die kleinere Einheiten verlangte, wurden Häuser saniert und Bettenzahlen reduziert.

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Fachtag 2018